Pueri-Cantores-Kongress vom 8. bis 12. Juli in Schweden
Innsbrucker
Domsingknaben und Mädchenchor aus 140 internationalen Chören ausgewählt
Nachwuchschöre am
Innsbrucker Dom vertreten Österreich heuer beim 35. Internationalen
Pueri-Cantores-Kongress in Schweden: Die Domsingknaben und der Mädchenchor der
Innsbrucker Dompfarre wurden aus 140 internationalen Kinder- und Jugendchören
ausgewählt, am Galakonzert des renommierten Sakralmusik-Festivals von 8. bis
12. Juli 2009 in Stockholm teilzunehmen.
Die Einladung ist
auch ein Verdienst von Domkapellmeister Christoph Klemm, der die intensive
musikalische Nachwuchsarbeit am Innsbrucker Dom vor fünf Jahren ins Leben rief.
Mittlerweile proben 50 Kinder zweimal wöchentlich in verschiedenen Gruppen und
erhalten zusätzlich Stimmbildung. Erste Konzertreisen führten die Chöre nach Salzburg,
Mainz und Barcelona.
kathpress
„Wandle sie in Weite …“
21. Überdiözesane
Fachtagung Neues Geistliches Lied tagte in Fulda
Der Einladung der
„Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz“ (afj)
folgten zum Monatswechsel Februar/März 55 Komponisten und Texter, Vertreter aus
Kirchenmusikreferaten und Arbeitskreisvertreter. Sie alle trafen sich in Fulda,
um sich unter dem Motto „Wandle sie in Weite …“ mit dem Genre-Charakter des
Neuen Geistlichen Lieds zu befassen. Über 30 Kreative ließen es sich nicht
nehmen, neben Vorträgen und Diskussionen ihre neuen Lieder und Projekte
vorzustellen. Der kritische Austausch und gegenseitige Beratung zu
musikalischer und textlicher Qualität wurde dabei rege genutzt und zu einem
aufrichtigen Diskurs.
Zwei Schwerpunkte
bestimmten dieses Mal die inhaltliche Arbeit: In seinem Eingangsvortrag hob Dr.
Peter Hahnen, Referent bei der afj und zugleich Tagungsleiter, die Vielfalt
musikalischer Genres moderner christlicher Musik hervor. Zu seinem Streifzug
zählten die „CCM“ (Christian Contemporary Music), die Kinder- und
Jugendchorarbeit der Vereinigung „Pueri Cantores“, die gruppenpädagogisch
orientierte Projektarbeit von „Ten Sing“ (als beachtlicher Teil der kulturellen
Jugendbildung beim CVJM) sowie das weite Feld moderner christlicher Popmusik
unter dem Stichwort „Lobpreis und Anbetung“. Aufgelockert durch pointierte
Anmerkungen („Das Geld liegt rechts!“) und zahlreiche Hör- und Clip-Beispiele
bot er einen Einblick in eine teilweise durch ästhetische und kommerzielle
Eigenarten markierte Szenen, die vielen Kreativen aus dem katholischen Spektrum
fremd und unbekannt war.
Im anschließenden
Austausch wurde das Profil des NGL mit spezifischen Akzenten herausgearbeitet.
Dazu gehören: Authentizität der Beziehung von Leben und Glauben,
Liturgiefähigkeit, Konkretheit/Anlassbezogenheit und die singende Teilhabe der
feiernden Gemeinde.
Für viele
Teilnehmer bot dann der Vortrag „Herausforderung liturgische Kompetenz“ von
Prof. Dr. Martin Stuflesser (Universität Würzburg) einige Reibungsflächen. Eine
kontroverse Diskussion schloss sich an. Anhand ausgewählter Liedbeispiele zu
den Ordinariumsgesängen Kyrie, Gloria und Sanctus hatte Stuflesser eine
Konkretisierung vorgenommen, die dem NGL zur Nagelprobe wurde. Gilt es doch zu
beachten, inwieweit die liturgietheologischen Vorgaben durch neu geschaffene
Paraphrasen erfüllt werden. Stuflesser forderte auf, sich dem ohne Zweifel bestehenden
Text(er)problem zu stellen und sich damit auseinanderzusetzen, wie mit Liedern
ein tieferes Verstehen der Liturgie erreicht werden kann. Dabei wurde sein
Angebot, mit der afj ein entsprechendes Kooperationsprojekt zu entwickeln, sehr
positiv aufgenommen.
Besonderes Bonbon
der diesjährigen Tagung, die ihren geistlichen Höhepunkt im gemeinsamen
Gottesdienst am Samstagabend fand, war die öffentliche Präsentation des
druckfrischen CD-Samplers „Liederzünden“. Diese, auf Initiative der Fachtagung
im tvd-Verlag produzierte CD, vermittelt einen guten Überblick über das
aktuelle Schaffen vieler wichtiger Texter und Komponisten und beschreibt so
gelungen den gegenwärtigen Stand der Dinge im NGL. Mit diesem Tonträger, dessen
zweite Auflage binnen weniger Tage nach Erscheinen nötig wurde, besteht nun
Gelegenheit, sich selbst ein Bild von den Entwicklungen der letzten Jahre zu
machen.
Barbara Sandfort, Rheda-Wiedenbrück
Kirchen bilden weiterhin Schwerpunkt des Wiener Denkmalschutzes
Kulturstadtrat
Mailath-Pokorny und Landeskonservator Dahm informierten in einer
Pressekonferenz am 24. 3. 2009 über die Sanierungsvorhaben und deren
Finanzierung aus den Mitteln des seit 1972 bestehenden Wiener
Altstadterhaltungsfonds. im Jahr 2009. Dabei steht die Franziskanerkirche mit der
Wöckherl-Orgel und dem Betchor besonders im Blickfeld.
224.000 Euro
fließen laut Mailath-Pokorny in die Restaurierung der Wöckherl-Orgel und des
Betchors der Franziskanerkirche in der Wiener Innenstadt. Die 1642/43 von
Johann Wöckherl errichtete Orgel ist die älteste erhaltene Orgel Wiens. Mit dem
zeitgleich hergestellten Gehäuse mit reichem ornamentalen Schnitzdekor und
bemalten Flügeltüren ist die frühbarocke Wöckherlorgel von überregionaler
kunst- und musikhistorischer Bedeutung. Ihre Restaurierung bietet zugleich –
wie Landeskonservator Dahm erläuterte – den Anlass, dass sich das
Bundesdenkmalamt gleich des gesamten Betchors (die Orgel steht in einer
Chornische) samt dem Kulissenaltar annahm. Dabei kamen bisher unentdeckte
Grisaille-Malereien (eine Maltechnik, die ausschließlich Grau, Weiß und Schwarz
verwendet) zum Vorschein, die nun wieder freigelegt werden. Wien verfüge damit
über ein herausragendes Dokument von Renaissance-Wandmalerei, zeigte sich Dahm
erfreut. Durch die Restau-rierung von Orgel und Raumschale werde noch heuer „ein
wohl einzigartiges Gesamtkunstwerk wiederhergestellt“.
Der
Altstadterhaltungsfonds stellte laut Mailath-Pokorny seit 1972 insgesamt 215
Millionen Euro für 4.200 Objekte unterschiedlichster Art zur Verfügung und habe
entscheidend dazu beigetragen, dass aus dem vom Krieg gezeichneten Wien eine „lichte
Stadt“ geworden sei, die ein bewunderter Anziehungspunkt für Touristen aus
aller Welt sei.
kathpress
Heiligenkreuz: Erneut „Platin“ für die „singenden Mönche“
Der
Überraschungserfolg der „singenden Mönche“ des Stiftes Heiligenkreuz hält
weiter an: Nachdem ihre CD „Chant – Music for Paradise“ bereits im August des
Vorjahres für 40.000 in Österreich sowie 100.000 in Großbritannien verkaufte
Alben mit Doppelplatin ausgezeichnet wurde, folgt nun eine weitere
Platin-Auszeichnung für 200.000 allein in Deutschland verkaufte Tonträger.
Überreicht wurde
die Auszeichnung am 2. April im Wienerwaldstift. Zugleich wurde auch eine
Osterausgabe der CD als „Super Special Edition“ mit umfangreichem Booklet und
Bonus-Tracks präsentiert, wie es in einer Presseaussendung heißt. Bei dem
Festakt im Stift Heiligenkreuz wurde außerdem das Buch „Chant – Leben für das
Paradies“ von Bernhard Meuser vorgestellt, das 22 Mönche des Stiftes
portraitiert.
Insgesamt wurde die
CD mittlerweile sechs mal mit Platin ausgezeichnet, letzter Höhepunkt der
Erfolgsgeschichte war die Nominierung für den „Echo“-Musikpreis im Februar
dieses Jahres in der Kategorie „Erfolgreichster Newcomer international“.
Die Erlöse des
CD-Verkaufs fließen zu 100 Prozent in die Priesterausbildung, bestätigte der
Dekan der Päpstlichen Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. in
Stift Heiligenkreuz, P. Karl Wallner, auf Anfrage von „Kathpress“. So konnte
man bislang bereits sieben zusätzliche Stipendien an Studenten aus Asien und
Afrika vergeben und ihnen so ein Studium in Heiligenkreuz finanzieren. Die
Vergabe weiterer Stipendien sei in Vorbereitung. Außerdem erwäge man derzeit
eine Klosterneugründung auf Sri Lanka.