Ein Schwerpunkt liegt bei der Beratung von Orgelreparaturen, Restaurierungen und Orgelneubauten: eine schwierige Aufgabe, da gerade die Erzdiözese Wien neben einer großen Anzahl historisch wertvoller Orgeln, deren Erhaltung ein Gebot der Pietät und eine Maßnahme von unschätzbarem kulturellen Wert darstellt, eine Fülle von Instrumenten aufweist, deren Erbauungszeit im ausgehenden 19. und im 20. Jahrhundert liegt und die damit einen Orgeltyp repräsentieren, der im Zuge der Orgelbewegung in den sechziger Jahren in Verruf geriet, dem aber heute wieder die entsprechende Wertschätzung seitens der Orgelfachleute und auch Organisten entgegengebracht wird. Das teilweise fehlende "Know-how" auf seiten der heutigen Orgelbauergeneration stellt bei der Erhaltung dieser Instrumente eines der größten Probleme neben der Problematik der Beurteilung des Wertes des Instruments dar.
Auch bei Glockenprojekten werden gemeinsam mit dem Bauamt der Erzdiözese Wien Beratungstätigkeit bei der Erhaltung und Servicieren von Glocken und zugehörigen Geläuteanlagen, aber auch bei Ergänzung von bestehenden Geläuten und Neuanschaffung von Geläuteanlagen geleistet.
Einen nicht unwesentlichen Teil der Aufgaben machen die Öffentlichkeitsarbeit sowie rein organisatorische Maßnahmen, die als Basis für eine fundierte Aus- und Weiterbildung der Kirchenmusiker unumgänglich notwendig sind, aus.
(red)